Nepal Children Organisation Switzerland
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Aktuelle Beiträge, persönliche Eindrücke und Reiseberichte, sowie besondere Momente aus unserer Arbeit in Nepal.
Sturzflut in Nepal
Ein Bericht von Jeannine Pfammatter, Präsidentin, Nepal Children Organisation Switzerland

In den Medien überschlagen sich Bilder, Videos, Pressemitteilungen.
Eine unerwartete Sturzflut hat im Norden Nepals am 26. August 2026 eine unglaubliche Zerstörung ausgelöst. Aus dem angrenzenden Tibet ist der Bhothekoshi River ohne Vorwarnung Richtung Nepal gedonnert und hat alles mitgerissen, was in seiner Nähe gestanden ist. Die Videos zeigen surreale Szenen, welche bis dato nicht für möglich gehalten werden konnten. Häuser verschwinden in den Fluten, Reisebusse werden wie Spielzeug herumgewirbelt, ganze Dörfer gleichen einer Schlammlawine, alles Leben ist in Sekundenbruchteilen ausgelöscht worden.
Im November 2017 war ich selbst in Syabrubesi, einem der am meisten in Mitleidenschaft gezogenen Dörfer am Trishuli River. Ich habe dort übernachtet. Syabrubesi ist Ausgangsort für Reisende über die Grenze nach Tibet oder für Trekkings ins Langtang Valley. Syabrubesi hat viele einfache Hotels, es ist unangenehm feucht wegen des wilden Flusses. Gäste kommen mit dem Jeep bis nach Syabrubesi, von hier geht es nur zu Fuss weiter ins Langtang Valley. An diesem Ort möchte man nicht lange verweilen.
Bereits im April 2015 wurde das malerische Dorf Langtang komplett zerstört. Damals löste das grosse Erdbeben eine Eislawine aus, Tonnen von Schnee und Eis stürzten in einen Gletschersee, dieser brach über die Felsbarriere und eine gewaltige Geröllmasse rollte donnernd ins Tal. Über 300 Menschen - Nepali und Touristen - wurden damals getötet. Sogar die Air Zermatt war damals für die Überlebenden vor Ort mit dem Helikopter.
Nun ein ähnliches Unglück. Wieder sind hunderte Menschen betroffen. Viele sind tot. Noch mehr haben all ihr Hab und Gut verloren. Die Ungewissheit ist furchtbar, das Leid unermesslich.
Der Staat Nepal hat heute alle NGO’s, wie unsere NEPAL CHILDREN ORGANISATION SWITZERLAND, dazu aufgerufen, Unterstützung zu bieten. Das Ausmass der Schäden ist enorm und nicht absehbar. Menschen kann man nie ersetzen. Jedoch den Familien unbürokratisch unter die Arme greifen, das ist möglich.
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